Topspiel in Wetzlar

Durch die außergewöhnliche Serie der Münchner in den letzten Wochen und Monaten darf die kommende Begegnung zumindest was die Tabelle betrifft zu Recht als Spitzenspiel bezeichnet werden. Der USC fährt am Samstag als Tabellendritter nach Wetzlar, um dort dem ungeschlagenen Tabellenersten RSV Lahn-Dill Paroli zu bieten.

Trotz der Tabellensituation werden sind die Münchner die klaren Außenseiten bei diesem Aufeinandertreffen, denn das eigentliche Topspiel der Liga gegen die derzeit einen Platz vor dem USC liegenden Rollis aus Zwickau endschied der RSV vergangenes Wochenende in einem Krimi mit einem Punkt für sich. In der Hinrunde musste man sich bereits in Liga und Pokalviertelfinale der bisherigen Übermannschaft der Saison klar beugen.

Das Starensemble, das in seiner Startaufstellung vier Nationalspieler aus Nordamerika auffahren lässt, besticht Woche für Woche durch einzigartiges Zusammenspiel. Sechs bis Sieben Spieler aus dem Kader können einem Spiel ihren Stempel aufdrücken, was die Ausgeglichenheit im Team zu genüge beschreibt. In heißen Phasen sind es aber vor allem Kapitän Joey Johnson, sein kanadischer Landsmann Richard Peter und Michael Paye aus den USA, die das Spiel an sich reißen und dabei nur schwer aufzuhalten sind. Der Zweigenannte Peter wird am Samstag jedoch nicht im Kader des RSV stehen, da er für die Nationalmannschaft abgestellt wird.

Die Münchner gehen ohne jeglichen Druck in die bevorstehende Begegnung. Der dritte Platz ist vorerst gesichert, so dass eine Niederlage in Wetzlar nicht sehr weh tun würde. Was man aber in jedem Fall verhindern will ist, dass man sich vor einer gut gefüllten August-Bebel-Halle unter Wert verkauft. Manfred Mikschy will mit einer konzentrierten Verteidigung ins Spiel kommen und die sich daraus ergebenden Chancen so gut wie Möglich zu nutzen. Leider muss auch Mikschy dabei mit Uli Schmölz verletzungsbedingt auf einen Leistungsträger verzichten.

Auch wenn die Möglichkeit einer Überraschung nur sehr gering scheint, will die Mannschaft auch diesen Samstag ab 16 Uhr beweisen, dass sie sich im Vergleich zu den Hinrundenbegegnungen nochmals weiterentwickelt hat und ein besseres Ergebnis erreichen als vergangenen November.