USC bricht ein!

In einem über weite Strecken sehr ansehnlichen Spiel des USC München gegen den amtierenden Deutschen Meister musste man sich am Ende leider in der Höhe etwas unverdient 44:78 geschlagen geben. Damit ist die Chance auf einen Finaleinzug nach dem Rückspiel an Ostern nur noch minimal, zumal sich die Sachsen in einer prächtigen Verfassung präsentierten.

Die Münchner, im Halbfinale endlich wieder komplett, nahmen sich für das Spiel einiges vor und zeigten das auch den zahlreich erschienenen Zuschauern von Beginn an. Die Zwickauer mussten nach nur wenigen Minuten auf ihre große Formation umstellen, welche eine 7:4-Führung des USC schnell wett machen konnte. Unbeeindruckt spielten Flo Fischer und Co. weiter mit und gingen mit einem kleinen 10:14-Rückstand in die nächsten 10 Minuten.

Mikschy musste gegen die aufspielenden Piotr Luszynski und Mateusz Filipski etwas unternehmen und schickte seine Spieler auf die Polnischen Topstars weiter raus. Zwei mal egalisierten die Münchner mit starkem Defensivverhalten eine Zwickauer Führung, doch erneut zum Viertelende setzen die zwei Sachsen zu und brachten den USC zur Pause erneut in Rückstand (24:30). Bemerkenswert dabei ist, dass für 28 der 30 RSC-Punkte die zwei Ausnahmespieler verantwortlich waren.

Unbeeindruckt zeigten sich die Münchner auch nach der Pause und fanden schnell mit dem 32:34 durch Magenheim den Anschluss. Doch auch die Zwickauer, kurz nach Beginn des Viertels wieder mit drei Centern auf dem Platz, führten ihr Spiel kontrolliert weiter und setzten sich so wieder Stück für Stück ab. Vor allem Marcin Bacerowski zeigte sich in Hälfte zwei viel präsenter und brachte seine Mannschaft so zurück auf die Siegerstraße. 13 Punkte Rückstand standen vor dem letzten Abschnitt auf der Anzeigetafel der Fischer-von-Erlach Halle.

Nachdem den Münchnern schon im dritten Abschnitt vier Minuten lang kein Korb gelang, setzte sich die Phase im Schlussviertel noch über sechs Minuten fort. Die USCler ließen sich in dieser Zeit zu sehr von stark treffenden Zwickauern und den eigenen Fehlern runterziehen. Erst ein Dreier durch Ryklin drei Minuten vor Spielschluss durchbrach eine sage und schreibe 21:0-Serie der Zwickauer. Trotz der am Ende sehr hohen Niederlage zeigten sich sowohl Trainer als auch Vorstand sehr zufrieden mit der fast 30 Minuten gezeigten Leistung, auf die man sowohl im Rückspiel am Ostersamstag in Zwickau als auch in der kommenden Saison aufbauen kann.