Klarer Sieg gegen Trier

87:70 für den USC München – ein wichtiger Sieg im Kampf um das Playoff, zudem hat der USC das direkte Duell gegen die Trier Dolphins für sich entschieden! Nach einer starken ersten Hälfte bildete ein grandioser dritter Abschnitt (25:12) die Grundlage für den deutlichen Heimsieg. Münchens drei Topscorer Ryklin (32 Punkte), Döring (21) und Magenheim (20) überzeugten auf ganzer Linie. Auf der Trierer Gegenseite fand Dirk Passiwan (38) kaum Unterstützung.

Die Trier Dolphins konnten erstmals auf Neuzugang Kendra Ohama zurückgreifen, begannen jedoch wie immer mit Passiwan, McLachlan, Feser, Jassman und Ewertz. Die Münchner rollten mit Spielertrainer Ryklin, Döring, Magenheim, Wastian sowie Welin auf den Court und legten einen Traumstart hin: Zweimal Magenheim, Döring und Ryklin mit zwei Freiwürfen stellten bereits in Minute zwei auf 8:0, Triers Verteidigung war bis dahin nicht vorhanden. Die Münchner Presse funktionierte gut, eroberte Bälle und ließ hinten kaum Chancen zu. Doch dann schrieb Feser erstmals für die Trierer Dolphins am Scoreboard an, und plötzlich fand Dirk Passiwan ins Spiel. Immer wieder kam er mit hoher Geschwindigkeit aus der eigenen Hälfte, und die Münchner konnten ihn in der Defense überhaupt nicht gut aufnehmen. Passiwan verkürzte im Alleingang auf 14:12, doch ein zweites Dreipunktspiel von Ryklin, der elf Zähler im ersten Abschnitt markierte und das das bereits dritte Foul von Feser bedeutete, bescherte den Münchnern eine 19:16-Führung nach dem ersten Viertel.

Auch dieses begannen die Münchner viel besser als ihre Konkurrenten, Döring war für neun Punkte des 12:3-Runs des USC in weniger als drei Minuten verantwortlich und stellte auf 31:19. Teser hatte wenige Sekunden nach ihrer Einwechslung schon vier Fouls auf ihrem Konto, die starke Full Court Press der Bayern zeigte ihre Wirkung. Doch Trier wehrte sich, Jassman und Passiwan verzeichneten einen 0:7-Lauf, der komfortable Vorsprung der Münchner hatte nur kurz gewährt. Ryklin, heute sehr stark von der persönlichen Linie, und Wastian erhöhten die Führung aber wieder auf 35:26. Kurz vor der Pause versuchen die Münchner dann etwas zu früh abzuschließen, im Fastbreak trifft Passiwan den Dreier gegen Ryklin zum Pausenstand von 39:34 zugunsten der Heimischen.

Wer aufgrund der Cupbegegnung kurz vor Weihnachten Muffen sausen bekam, als der USC in ähnlicher Situation ein katastrophales drittes Viertel auf das Parkett legte, konnte sich heute allerdings recht bald entspannt zurücklehnen. Mit einem 10:2-Run gleich nach der Pause stellten die Münchner alle Weichen auf Sieg: Ryklin war jetzt in keinster Weise von den Trierern in Griff zu bekommen, wurde immer wieder gut in der Zone in Szene gesetzt und scorte beinahe alle Bälle, die er in die Hände bekam. Mit seinem Dreier stellte er in Minute 29 auf 62:42. In diesem dritten Viertel konnte der USC auch Passiwan beinahe gänzlich aus dem Spiel nehmen, Magenheim leistete hier Großartiges in der Defense. Lediglich Neuzugang Ohama konnte mit sechs Punkten vom Zonenrand etwas Positives zu Triers Angriff in diesem Abschnitt beitragen, der mit 25:12 an den USC ging.

Münchens Neuzugang und Geburtstagskind Nu Nguyen wollte Triers Neuverpflichtung in keinster Weise nachstehen, verwertete sehenswert per Reverse Layup zum 66:46. Passiwan konterte, doch jetzt hatte Magenheim seinen großen Auftritt aus der Distanz. Er erhöhte auf 68:48, auch Passiwans Dreier konterte er mit einem Treffer vom linken Flügel. Dann noch eine kleine Schwächephase des USC, der die Partie unbedingt mit mindestens 13 Punkten Differenz gewinnen wollte, um auch noch den direkten Vergleich gegen die Delphine für sich zu entscheiden. Passiwan, eigentlich deutlich vor dem Wurf gefoult, netzte zwei von drei Freiwürfen, Ohama und Feser trafen aus dem Feld zum 70:57. Doch ein Freiwurf Dörings und abermals Magenheim von außen schraubten den Abstand wieder auf 16 Punkte, Ryklin kam kurz darauf zu seinem insgesamt dritten erfolgreichen Dreipunktspiel. Als Schmölz knappe zwei Minuten vor Schluss auf 80:62 erhöhte, schien alles klar. Auch die Taktik, die Münchner an die Freiwurflinie zu zwingen, ging heute für Trier nicht auf: Nguyen und Döring behielten die Nerven. Passiwans insgesamt dritter Dreier zum 85:70 kam zu spät, Magenheim traf im Gegenzug und somit konnte der USC sich einfach hinten hineinstellen, um kein Foul zu riskieren. Trotz lauten Gebrülls verfehlte Passiwan den letzten Dreierversuch ohne Foul, der USC jubelte über den 87:70-Erfolg.

Team Thüringen hatte in Jena zwar hart zu kämpfen, kam ohne Diana Dadzite aber zu einem Last-Minute-58:65-Auswärtssieg. Frankfurt hielt sich dank starker Defense in Köln schadlos, also hat einzig Trier einen Rückschlag im Kampf um die Playoffs einstecken müssen. Die nächsten zwei Spiele auswärts in Elxleben und zuhause gegen Frankfurt werden für den USC wohl mehr Aufschluss über die Playoff-Situation geben.

Der USC möchte sich für die tolle Unterstützung seiner Fans in der Säbener Halle bedanken und freut sich über den klaren Heimerfolg!

 

USC München – Trier Dolphins 87:70 (39:34)

Ryklin 32, Döring 21, Magenheim 20, Nguyen-Thi, Schmölz, Wastian je 4, Haberkorn 2, Fischer, Welin bzw. Passiwan 38, Ohama 8, Jassman 6, Herrmann, McLachlan je 5, Feser 4, Moseley-Williams, Stewart je 2, Ewertz, Jewells, Schmitz