70:61-Sieg gegen Frankfurt!

Der USC München gewinnt dank einer starken ersten Hälfte und guten Nerven in der Schlussphase das wichtige Duell gegen die Mainhatten Skywheelers und holt sich damit auch den direkten Vergleich gegen die Frankfurter. Nach tollem Start (12:2), einem 15:2-Run der Münchner im zweiten Viertel und einer unsichereren USC-Defense im dritten Abschnitt kämpften sich die Gäste in der 33. Minute auf 53:52 heran, doch Benjamin Ryklin und Co. setzten in der Schlussphase noch zu und gewannen letztlich souverän mit 70:61.

Das Hinspiel in der Finanzmetropole hatten die Mainhatten Skywheelers gegen den USC, der damals ohne Ben Döring auskommen musste, mit 44:42 für sich entschieden. Nach dem unnötigen Verlust des direkten Duells gegen das Team Thüringen wollte der USC München alles daran setzen, wenigstens das direkte Duell gegen Frankfurt zu gewinnen. Auch den Skywheelers war die Bedeutung der Partie klar, sie reisten extra am Vortag der Begegnung an.
Die Bayern rollten wieder mit Ryklin, Döring, Magenheim, Wastian und Welin auf den heimischen Court, die Frankfurter begannen mit Wolk, Kress, Lenatz, Lehmann und Briesmann. Nach Lehmanns beiden verworfenen Freiwürfen schloss Wastian für die Münchner erfolgreich ab, Wolk glich aus. Dann zwei erfolgreiche Fastbreaks von Sebastian Magenheim, und der USC startete einen 10:0-Lauf. Bis zum 16:4 hielt die Defense der Münchner ausgezeichnet, die Frankfurter zeigten einmal mehr, wie schwer sie sich tun offene Würfe von außen konstant zu verwerten. Doch die Kämpferqualitäten der Skywheeler sind ausgezeichnet, und mit hohem Einsatz verkürzte Wolk kurz vor Viertelende per Dreier auf 18:15. Mit Hengst brachten die Frankfurter neuen Schwung in ihren Angriff, in Minute 14 war das wichtige Match beinahe ausgeglichen: 22:21 stand es nach Wolks Treffer. In den nächsten Minuten sahen die Zuseher in der Säbener Halle aber einen weiteren tollen Run der Heimischen, die jetzt in der Defensive die Rebounds sicherten und auch ihre Freiwürfe verwerteten: Ryklin per Dreipunktspiel, Magenheim, Welin, Wastian per Freiwürfe und Penetration, Döring per Freiwürfe und mit einem Treffer vom Zonenrand bescherten dem USC einen 15:2-Lauf und eine deutliche 37:25-Pausenführung.
Nach der Pause veränderte sich das Geschehen am Spielfeld aber wieder etwas, die Frankfurter wirkten körperlich wacher und scorten jetzt wesentlich sicherer, während der Münchner Spielfluss in der Offensive leicht zähflüssig wurde. Gerade die letzte Minute des dritten Viertels gehörte den Frankfurtern, die in dieser von 51:41 auf 51:45 verkürzen konnten. Dank gesteigerter Motivation machten Lehmann und Kahsai mit weiteren Treffern für die Skywheelers noch mehr Druck auf den USC, Neuroth konnte von außen sogar auf 53:52 verkürzen. Aber den entscheidenden Momentumswechsel schafften die Frankfurter nicht, dafür standen die Münchner in der Verteidigung in diesen entscheidenden Momenten zu gut. Die Frankfurter ihrerseits hatten in der Defense nicht viel außer Fouls entgegenzusetzen, insgesamt 24 Freiwürfe erhielten Ryklin, Magenheim und Wastian vom USC alleine im Schlussviertel zugesprochen. Auch wenn die Trefferquote eigentlich ziemlich mies war, so genügten diese Treffer in Kombination mit drei Treffern aus dem Feld von Ryklin, um den Abstand vorentscheidend zu vergrößern. 63:52 stand es in Minute 37, ehe Hengst in der Schlussminute noch einmal auf 66:61 verkürzte. Doch Magenheim mit zwei Freiwürfen und Döring stellten den 70:61-Endstand und damit den Sieg im direkten Duell sicher.
Da das Team Thüringen überraschend in Zwickau gewann, bleibt der Kampf um die zwei verbleibenden Playoff-Plätze zwischen München, Frankfurt und Thüringen wohl bis zum Ende des Grunddurchgangs äußerst spannend. Auch wenn der USC gegen Frankfurt leider einen höheren Sieg vergab, so hätten die Münchner in einem möglichen Dreierrad mit den beiden Konkurrenten zumindest eine minimal positive Bilanz. Aber egal, wie die Gegner in den verbleibenden vier Runden abschneiden – der USC wird für seinen Teil alles geben, um zumindest drei eigene Siege in diesen vier Matches einzufahren. Am Samstag geht es um 19:00 in Salzburg gegen den Aufsteiger.

 

USC München – Mainhatten Skywheelers 70:61 (37:25)

Ryklin 28, Magenheim 16, Döring 12, Wastian 10, Welin 4, Haberkorn, Schmölz bzw. Wolk 23, Lennatz 15, Hengst 7, Kress, Lehmann je 6, Kahsai, Neuroth je 2, Briesmann, Kühn